SF Start up – Teil 4 mit Peter Schüpbach

•Montag, 7. Mai 2007 • Schreibe einen Kommentar

Peter Schüpbach empfängt 4 Start-ups bei GenevaLogic
Die 4. Sendung der Dokuserie «Start up» kann ich diesmal erst kommentieren, nachdem SF sie in ihrer Download- und Streaming-Zone oder bei kyte.tv online stellt. Der Blogmaster kam nämlich heute leider erst nach der Sendung um 23:30 nach Hause. Sorry, dies war nicht anders möglich wegen eines spannenden Besuchs bei einem Investmentbanker um 16:30 in Zürich und einem internen Xing-Meeting ab 19:00 in Bern. Hätte die Sendung natürlich auf meinem Nokia im gemächlichen Regionalzug RBS via Vodafon-Portal schauen können – wenn das Gerät nicht in Solothurn liegen geblieben wäre. Peter Schüpbach hat jedoch bereits auf T-Blog voraus berichtet, was er den Start-ups zum Thema Risiko und Scheitern mitgeben wollte. Werde selbst das Thema «Erfolg und Niederlage – Parallelen zwischen Sportlern, Gründern und Investoren» vertiefen am Apéro von CASH, venturelab und SF nächsten Montag 14. Mai ab 19:00 Uhr im Hürlimann Areal.

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SEF: «Never Know Better than Natives»

•Samstag, 5. Mai 2007 • Schreibe einen Kommentar

Keynote Kofi Annan am 9. SEF
Am erneut überbuchten 9. Swiss Economic Forum in Thun haben sich 1200 KMU-Unternehmer versammelt. Keynote-Speaker Kofi Annan (Video) berichtete von der wichtigsten Lektion, die er an einem kalten Wintertag in Minnesota gelernt hat: «Never pretend that you know better than the natives» (versuche nie, es besser zu wissen als die Einheimischen). Der Hintergrund: Er hatte Amerikaner mit Ohrwärmern gesehen. Die sehen extrem doof aus, dachte er. Als ihm dann vor Kälte fast die Ohren abfielen, kaufte er doch ein Paar und beherzigt seither obige Weisheit. Dieses in der Schweizer Politik als Subsidiaritätsprinzip bekannte Regel kann ich auch jedem Venture wärmstens empfehlen, das internationalisieren möchte. Entscheide sind stets auf der niedrigst bzw. lokalst möglichen Ebene zu treffen.

next07: Hitflip, Smava, 3D…

•Freitag, 4. Mai 2007 • Schreibe einen Kommentar

next07 Logo
next07 in Hamburg und re:publica in Berlin sind in Deutschland die wohl nützlichsten Treffs der Web 2.0 Branche. An der next06 war ich nur beinah, denn im nahe gelegenen Hauptquartier von Xing gabs zugleich einen internen Workshop. Auch next07 hab ich gestern verpasst wegen eines Gesprächs mit einem heissen deutschen Web-2.0-Startup. Doch was soll’s, für unser Team war ja Peter Niederhauser wiederum nach Hamburg gereist und erneut sehr angetan davon. Sein Report:

700 Teilnehmer, gute Stimmung, wertvolle Kontakte besonders dank der Pausen. Immer wieder zitiert wurden – darauf sind wir schon ein bisschen stolz – Start-ups aus unserm Portfolio: Die nachhaltigen Erfolgsstories Xing und StudiVZ, sowie auch die aktuell heissen Deals Hitflip und Smawa – Kredite von Mensch zu Mensch. Für Letztgenannte referierten Jan Miczaika und Alexander Artopé. Der nächste Trend: Womöglich 3D-Internet über Secondlife-Niveau hinaus. Eines der spannendsten Referate hielt ausgerechnet Rainer Mehl vom alten blauen Riesen IBM.

Ein Dank noch an Sarik Weber von cellity (zuvor Xing) für seine guten Networking-Dienste. Er hat uns einige spannenden Newcomer vorgestellt, die wir noch nicht auf dem Radar hatten oder persönlich kannten. Ein kleiner Nachteil ergibt sich übrigens doch, wenn die Szene einen als frühen Xing-StudiVZ-Plazes-Hitflip-Smawa-Aktionär erkennt. Alle Noch-nicht-Promis, mit denen man sich in der Pause etwas länger unterhält, werden dann flugs auch von einem halben Dutzend VCs «angegruschelt».

Weitere nex07-Reports:
Oliver Gassner / Computerwoche / Heise / Xonio über cellity

NZZ Buch über Miracle, Prionics, Borsalino…

•Freitag, 4. Mai 2007 • Schreibe einen Kommentar

Buchcover Erfolgsfaktoren
Diese Woche lanciert NZZ Libro via Versandhandel und Buchläden das Sachbuch Erfolgsfaktoren innovativer Unternehmen mit Hauptteil, Anekdoten, Beispielen und elf bisher noch nirgendwo publizierten Schweizer Fallstudien über kleine und grosse Erfolgsstories aus den Bereichen Finanz (RMF, Partners Group, Wegelin), Biotech (Prionics, Actelion) und Technologie (Miracle, Phonak, Borsalino u.a.) [Anmerkung: Unter den Fallstudie-Autoren findet man den Bloggenden und einige seiner Freunde.]

Die Autoren sind Massimo S. Lattmann, Präsident des Private Equity Dachverbands Seca, Unternehmer, Risikokapitalist und seit zehn Jahren ETH-Dozent einer fast gleichnamigen Vorlesungsreihe, und Sita Mazumder, FH-Dozentin und Managementberaterin. Der Titel des Buchs: Erfolgsfaktoren innovativer Unternehmen – Entrepreneurship, Strategie, Kultur aus unternehmerischer Erfahrung.

Was zeichnet innovative Unternehmen aus?
Für den Erfolg eines Unternehmens spiele – so NZZ Libro – der Mensch, der die Firmenkultur prägt, sowie die entwickelte Strategie die Schlüsselrolle. Namhafte Cases, Beispiele und Anekdoten aus der unternehmerischen Erfahrung zeigten die grosse Bedeutung des «human factor» und der Strategie in der Unternehmensführung.

SF Start up – «… Brikett nachlegen»

•Montag, 30. April 2007 • 1 Kommentar

Peter Spuhler
Teil 1 und 2 der Doku-Serie «Start up» wurde vom Publikum gut aufgenommen:
– Sendung 1 und 2 soll stolze 175’000 Zuschauer wach gehalten haben bis 22:50
– dabei zählt die engere Zielgruppe der Schweizer Millionäre nur 160’000 Leute ;-)
– rund 10’000 sollen auf sf.tv für ihre Lieblings-Start-ups gevotet haben
– fast 1000 Xingianer traten der Gruppe Start up bei (doppelt so viele wären gern)

Vereinzelt war auch Kritik zu hören: «Start up – Der Weg zur eigenen Firma» zeige nicht wie im Titel versprochen den ganzen Weg von Idee bis Realisierung, sondern bloss den Teilaspekt «Pimp My Start-up to Get Cash» (Mach mein Start-up für Kapitalgeber flott). Sendung drei zeigt nun eine Pilgerreise zu Promi-Unternehmer Peter Spuhler (Stadler Rail), die etwas tiefere Einblicke über Motivation und Persönlichkeit zulässt aus Sicht der Gründer selbst, der Jury und des Angepilgerten.

Jury-Mitglied Jost Harr etwa äussert bis kurz vor der Entscheidung deutliche Zweifel, ob die vier Pilger wirklich das Zeug zum Unternehmer haben. Spuhler ebenso: «Alle Vier müssen noch ein Brikett nachlegen.» Drei Schaubilder werden ausgestrahlt, darunter «Die Unternehmerpersönlichkeit ist sogar wichtiger als die Geschäftsidee selbst.» Gleichwohl lässt die Jury Milde walten und sieht ausgerechnet in den drei reifsten Herren des nicht über jeden Verdacht erhabenen «Jungunternehmer» Quartetts noch Coaching-Potenzial, während sie den jungen Niccolo Pini (Carbon-Rad) als «zu früh» für Geld einschätzt. Ob ihn das wohl erst recht anstachelt?

Persönlichkeit wichtiger als Idee
Ich habe die vier heutigen Kandidaten anders eingeschätzt: Denn erstens stimmt der erste Eindruck fast immer; beim leisesten Zweifel ist aus Investorensicht «Hände weg» meist ein guter Rat. Und zweitens überzeugen mich Roland Hiltbrand (Getriebe) und Daniel Zumstein (Accu-Restore) weder beim Life-Auftritt noch im Sport-Clip, der einen ungelenken Federballspieler und überhaupt nicht lockeren Golfer vorführt. Einzig beim ältesten Kandidaten Urs Studer (Energie aus Abwasser) spüre ich zielgerichtetes Feuer. Und das Volk sieht’s ebenso: Nur Studer vereinigt über 60% Ja-Stimmen auf sf.tv – «Wisdom of Crowds» sag ich bloss.
Urs Studer

1. SECA Angel & Seed Capital Event

•Dienstag, 24. April 2007 • Schreibe einen Kommentar

SECA Event im Widder
Heute am 24. April 2007 hat im Widder in Zürich der erste SECA Anlass des neuen Business Angel & Seed Capital Chapters statt gefunden. Das Thema: Investition in Technologieunternehmen – Anforderungen an die Zusammenarbeit zwischen Venture Capitalists und Business Angels. Das Einführungsreferat hielt der Moderator Christian Wenger von Wenger & Vieli, der nebst CTI Invest auch das neue SECA Chapter präsidieren wird. Referate hielten Stefan Tirtey von Doughty Hanson Technology Ventures in München, Florian Schweitzer von BrainsToVentures AG in St. Gallen, der Bloggende für Redalpine Venture Partners in Langenthal und Ulrich Geilinger von HBM Partners in Zürich. Referenten und Teilnehmer diskutierten im Anschluss rege, ob typische VC-Terms wie eine liquidation preference «unfair» sein kann oder «schlicht Marktstandard» darstelle, und ob Angel und VCs auf bescheidenere Bewertungen jedoch mit liquidation preference für die Gründer pochen sollten statt auf stolze Valuations mit anschliessend unangenehmem Druck vom Investor bei verzögerten Erfolg. Tenor: Ohne Angels geht für Start-ups wenig, aber – so Sefan Tirtey – Angel und Gründer müssten sich vertiefter mit den VCs und ihren Standards beschäftigen. «VCs passt auf, dass Angel Eure Forderung von Lernbedarf bei Angels nicht als arroganten Spruch auffassen», warnt da ein Szenebeobachter. Beim anschliessenden Anstossen durfte Christian Wenger gleichwohl feststellen, dass die Stimmung an einem SECA-Event noch selten so gelöst war wie heute. Positiv gestimmt zeigt sich auch Christophe Beaud, Präsident vom Angeldachverband Asban: Diese diskutiere ein Zusammengehen mit dem neuen Angel Chapter der SECA. Auch Fritz Bühler, Präsident des neusten Angelclubs BioBAC in Basel, erwägt für sein Netzwerk den Beitritt. Anbei die Slides meiner Kurzpräsentation «VC Meets Angels».

SF Start up – Jury mag’s pixlig, das Volk grün

•Montag, 23. April 2007 • 2 Kommentare

Jean-Paul Saija, Rouven Küng
In der zweiten Sendung (Video) der elfteiligen SF-Dokuserie beendet die Jury ihre Vorauswahl. Nur 13 von 85 (beworben hatten sich 937) vornominierten Start-ups kommen in den Genuss eines Coachings und eines Pitches vor realen Investoren. Die Jury entwickelt ein Gespür für Klicks: Weiter kommen u.a. Jean-Paul Saija (Bild l.) und Fadri Zender von der Schenk-Plattform Giveawine, Rouven Küng (Bild r.) von der Tausch-Plattform Exsila und – trotz TV-Scheinwerfer-bedingtem Demoeffekt bei der Präsentation – Werner Blessing vom E-Business-Passaussteller ID Finance AG. Die Volksmeinung gemäss Webvoting scheint’s etwas grüner zu mögen statt pixlig: Hier liegen ökologisch nützliche Angebote wie Frido Stutz‘ automatisiertes Kompaktparkhaus Skyline Innovations oder Martina Hofers Abwasser-Monitoring-Dienstleistung unimon ganz vorne. Anders als die Jury wählt das Publikum auch Egon Ahlrauns AIM in die Top-10. Er hat eine neue Sportart erfunden. Nur Sekunden am Bildschirm zu sehen war Remo Uherek von trigami, das ich zu den Schweizer Top-Web-2.0-Projekten zähle.